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Lessing-Tunnel verkommt: 300 Tauben leben unter den Gleisen

Hamburg



 

Altona: Anwohner beschweren sich über unhaltbare Zustände. Jetzt verspricht die Bahn Abhilfe - aber erst im Jahr 2005

Von Lewi Brinkama

Die Gehwegplatten sind mit weißem Taubenkot überzogen. Überall liegen Zigarettenstummel, Federn, Zeitungsfetzen und leere Bierdosen herum. Dazwischen ein alter Schuh, eine Radkappe und ein verendetes Taubenküken. Die ehemals roten Backsteinwände sind schwarz .

Der Lessing-Tunnel in Altona ist völlig verdreckt, verrottet und verkommen. Das Hauptproblem sind die Tauben: Knapp 300 leben hier und produzieren Unmengen von Dreck. "Dieser Tunnel ist extrem widerlich. Es ist horrormäßig, hier durchzugehen. Zu dem Schmutz kommt, dass die Lampen häufig nicht funktionieren. Und im Winter ist durch die undichten Rohre der Gehweg vereist", sagt Beate Krasberg (44) aus Ottensen. "Ich hoffe jedesmal, dass ich keinen Taubenkot auf den Kopf bekomme," sagt Nadim Gleitsmann (24) aus Ottensen. "Meine Ex-Freundin fand den Tunnel sogar so eklig, dass Sie immer ganz außen herum, durch den Bahnhof, gegangen ist."

"Immer wenn ich durch den Tunnel gehe, habe ich das Gefühl, ich würde mir hier eine Krankheit einfangen," sagt Stefanie Brügge (26) aus Altona, der es ebenso geht. "Es ist furchtbar unhygienisch. Einfach ekelhaft. Wie lange soll das denn bloß noch so weitergehen?"

Die Antwort ist für alle Nutzer der Unterführung wenig erfreulich. Zwar tut sich etwas - aber erst in knapp eineinhalb Jahren.

Mitte 2005 soll der "Taubentunnel" endlich rundum gesäubert, renoviert und repariert werden, versichert Egbert Meyer-Lovis (48), Sprecher der Deutschen Bahn, gegenüber dem Abendblatt. "Für etwa 18 Millionen Euro wird die gesamte Brücke neu aufgesetzt und die Wände gesäubert und neu gestrichen sowie die defekten Rohre ersetzt. Es soll heller und freundlicher werden. Der Straßen- und Fußwegbelag sowie die Tunnelbeleuchtung ist allerdings Sache der Stadt", sagt Meyer-Lovis.

Maßnahmen gegen die Tauben, wie Netze an der Decke oder Metallspitzen auf den Rohren, gehören auch zum Plan der Bahn. "Die Tauben mit Netzen aus dem Tunnel fern zu halten, haben wir schon mehrfach versucht," sagt Bahn-Sprecher Meyer-Lovis. "Aber vermeintliche Taubenliebhaber haben unsere aufgespannten Netze zerschnitten."

In der Behörde für Bau und Verkehr sind die geplanten Arbeiten am Lessing-Tunnel ausschließlich als ein Projekt der Bahn bekannt. "Von unserer Seite liegen bisher noch keine Pläne vor, sich an der Renovierung zu beteiligen," sagt Claudia Eggert (30), Behördensprecherin.

Die zu erwartende Bauzeit beträgt etwa zwei Jahre. Konkrete Pläne zu Verkehrsveränderungen sind erst nach Abschluss der Entwurfspläne und nach Absprache mit der Stadt Hamburg, die für die Straßenverkehrsführung zuständig ist, möglich.

erschienen am 19. Apr 2003 in Hamburg

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29.7.07 23:41
 


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